Alvares' kleiner Bauern Guide


  • Alvares schrieb:

    Hier präsentiere ich euch die aktuelle Version meines Bauern Guides. Die Version ist noch unfertig. Allerdings habe ich die Textformatierung (nennt man das so? :D) nun an das neue Forum angepasst und es sollte sich alles wieder etwas angenehmer lesen - Das Ganze hier werde ich im Laufe der nächsten Wochenenden nach und nach erweitern.





    Alvares' kleiner Bauern Guide


    Einleitung


    Das Bauern RP ist eines der spannendsten und vielfältigsten überhaupt. Es bietet dem Spieler zahlreiche verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten und kann ihm viel Freude bereiten - So es denn richtig angegangen wird. Dieser kleine Guide soll dir das wichtigste Hintergrundwissen vermitteln, das du benötigst, um das Bauern RP für dich selbst und deine Mitspieler dauerhaft spannend wie abwechslungsreich gestalten zu können.
    Bauern RP spannend und abwechslungsreich? Das mag für dich gänzlich neu klingen. Doch das Rollenspiel auf einem Bauernhof umfasst viel mehr als nur das Arbeiten auf den Feldern, Tag ein, Tag aus und von Morgens bis Abends.
    Falls diese Zeilen dein Interesse geweckt haben, kann ich dir nur raten weiter zu lesen.




    Kapitel 1: Grundlagen


    Wenn das Bauern RP doch so umfangreich ist, womit fange ich dann an? Eine gute Frage! Zunächst einmal solltest du dir die verschiedenen Aspekte des Rollenspiels auf einem Hof vor Augen führen - Dies umfasst natürlich nicht nur die eigentliche Arbeit auf dem Hof.


    Dazu eine kleine Auflistung:


    • Feldarbeit und direkte Weiterverarbeitung von Felderzeugnissen
    • Viehhaltung und Weiterverarbeitung von Vieherzugnissen
    • Sonstige Arbeiten
    • Handel
    • Soziales Miteinander


    In den folgenden Abschnitten werden die oben aufgeführten Punkte, in den verschiedenen Möglichkeiten ihrer Ausführung, näher erläutert


    Kapitel 1.1: Feldarbeit und Weiterverarbeitung von Felderzeugnissen


    Dieser Abschnitt ist wohl fürs Erste einer der Wichtigsten, wenn du das Rollenspiel auf einem Hof neu aufbauen willst. Die Feldarbeit und die direkte Weiterverarbeitung der Felderzeugnisse sind Aufgaben, welche vorrangig von Tagelöhnern, natürlich unter Aufsicht eines erfahrenen Knechtes oder Bauern, erledigt werden sollten.


    Die Feldarbeit selbst nimmt dabei wohl den größten Teil ein. Im Optimalfall wird jeden Tag auf den Feldern gearbeitet - Und genau deswegen ist es besonders wichtig dieser Tätigkeiten Struktur zu verleihen und sie spannend wie abwechslungsreich zu gestalten. Doch wie stellt man das an?


    Zunächst einmal solltest du der Feldarbeit feste Zeiten und vorallem Löhne verleihen. Wichtig ist dass Spieler vorhanden sind, die einen Überblick über das "große Ganze" haben und Alles koordinieren. Insbesondere für neue Spieler - und diese machen im Normalfall den Großteil der einfachen Arbeiter aus - sind solche Dinge wichtig. Daran können sie sich festhalten. Fehlt es an solchen Strukturen fühlen sie sich schnell verloren und verlieren die Motivation oder suchen sich eine andere Tätigkeit.


    Verleiht der schnöden Feldarbeit mehr Tiefe! Das ist ein weiterer wichtiger Punkt. Man muss den Spielern das Gefühl geben, nicht die ganze Zeit über der selben, eintönigen Tätigkeit nachzugehen. Doch wie ist das anzustellen?


    Zu aller erst musst du als Spielleiter dir bewusst machen, dass das Feldskript für das Rollenspiel totaler Murks ist... naja, zumindest zur Hälfte. Es hält zweifelsohne, durch die verschiedenen zu absolvierenden Arbeitsschritte, kurzweilig die Motivation oben. Doch wenn man authentisches und vor allem dauerhaft spassiges Feld RP machen möchte, muss man sich etwas anderes überlegen.


    Nutze die verschiedenen Jahreszeiten, um die Arbeiten abwechslungreicher zu gestalten. Im Frühling kann gepflügt, gedüngt und gesäht werden. Im Sommer kann Unkraut gejätet und im Herbst geerntet werden. Du kannst im RP auf Sommer- und Wintergetreide eingehen, auf die Zwei- oder Dreifelderwirtschaft. Es gibt zahllose Möglichkeiten.


    Ein ebenso essentieller Motiavationsfakter ist das dazu lernen neuer Dinge. Die Spieler wollen ihren Charakter weiter entwickeln, sehen dass er lernt, stärker oder reicher wird. Als Bauer kannst du zwar nicht, oder nur in den seltensten Fällen, mit Attributsteaches locken, dafür aber ein imaginäres Skillsystem nutzen.
    Gib den Feldarbeitern das Gefühl nicht von Anfang an ein Meister im Ernten von Getreide, im Ziehen von Rüben oder ähnlichem zu sein. Bring ihnen Schritt für Schritt immer mehr über die Arbeit bei, sodass sie das Gefühl bekommen besser zu werden - genau so wie beim Fischer- oder Schürferskillsystem. Natürlich mit dem Nachteil, dass sich das erworbene Wissen der Feldarbeiter nicht auf die Engine auswirkt.



    Die Weiterverarbeitung der Felderzeugnisse stellt eine hervorragende Gelegenheit dar, gleich einer ganzen Gruppe von Spielern das Bauern RP näher zu bringen.
    Die Spieler wollen Höhepunkte in ihrem RP, die sich von ihrem alltäglichem Tun etwas abheben. Die Weiterverarbeitung des Getreides - der Korndrusch und der Mahlgang - lassen sich zu genau solchen Höhepunkten machen.
    Das erreichst, du indem du den beiden Tätigkeiten im RP Bedeutung verleihst, sie zu etwas besonderem machst. Am besten funktioniert das, indem du die beiden Tätigkeiten auf ein festes Datum legst und das ganze groß ankündigst. Regelmäßig.


    Kapitel 1.2: Viehhaltung und Weiterverarbeitung von Vieherzeugnissen


    Die Viehaltung macht einen ebenso großen Teil des Bauern RP's aus. Hier allerdings weniger für neue Spieler, als für erfahrene Bauern - fest angestellte Knechte.


    Die Viehhaltung, in unserem Falle die Schafhaltung, beinhaltet weitaus mehr als lediglich das tägliche Scheren und melken der Schafe. Die Tiere müssen im Sommer und im Frühling von Weide zu Weide geführt werden, im Herbst und im Winter gefüttert werden. Sie müssen getränkt und vor Wildtieren verteidigt werden.
    Es ist offensichtlich, dass sich diese Aufgabe am besten für einen festangestellten Knecht eignet.


    Kapitel 1.3: Sonstige Arbeiten


    Um das Rollenspiel noch etwas vielfältiger zu gestalten, kann man natürlich noch zahlreiche andere Arbeiten ausführen lassen. Welche das sind hängt vom Hof selbst, seiner Umgebung und den Handelsmöglichkeiten ab. Zumeist bietet sich folgendes an:


    Holzfäller kann eigentlich jeder werden. Das Bäume fällen passt sich gut in die Hofatmosühäre ein und ergänzt sie hervorragend. Die Spieler freuen sich zumeist über solche Abwechslungen in Form von reiner RP Arbeit.
    Ebenso kann die feste Aufgabe des Holzfällens an Knechte verliehen werden.


    Kochen ist eine weitere Möglichkeit. Die Stelle des Kochs eignet sich hervorragend, um sie einem Knecht zu verleihen. Auch hier wirkt das dazu lernen neuer Dinge, hier in Form von handfesten Teaches, hoch motivierend.


    Kapitel 1.4: Handel


    Kapitel 1.5: Soziales Miteinander


    Das Soziale Miteinander ist, nebst der Feldarbeit, wohl der wichtigste Aspekt des Bauern RP's. Mache dir bewusst, dass das Rollenspiel nicht nur aus Arbeit besteht.
    Die gemütliche, abendliche Runde am Lagerfeuer, bei der man den frisch zubereiteten Eintopf des Hofkochs verspeist und sich über die Tagesgeschehnisse austauscht, wirkt Wunder! Solche Dinge schaffen unglaublich viel Atmosphäre.
    Man sollte die Wirkung solcher Dinge nicht unterschätzen und auch ihnen eine gewisse Struktur verleihen. Das funktioniert für den Anfang sehr gut in Form der gemeinsamen Mittagspause nach der Frühschicht auf dem Feld, dem gemeinsamen Abendbrot, der gemeinsame Gang in die Hafenkneipe nach getaner Arbeit...



    Kapitel 2: How-To's


    Nun weisst du bereits einiges über das Bauern RP. Doch wenn du in dieser Art des Rollenspiels noch recht unerfahren bist, wirst du schnell feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, das ganze authenitisch zu gestalten. Einen sehr großen Einfluss auf die Authentizität deines Bauern RP's nimmt der Realismus.
    Aber Realismus bedeutet doch, dass ich enormes Hintergrundwissen benötige, oder etwa nicht? Ganz richtig! Und das wichtigste Hintergrundwissen vermitteln dir die folgenden How-To's.


    Kapitel 2.1: How-To "Getreideernte"


    Die Getreideernte umfasst mehrere verschiedene Arbeitsschritte. Zum einen das Mähen selbst, zum anderen das Bündeln des Getreides in zwei Etappen. Im Folgenden wird Alles aufürhlich beschrieben.


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    Das Mähen des Getreides kann grundsätzlich durch drei verschiedene Werkzeuge erfolgen. Die Sichel, die Handsense oder die grosse Sense. Letztere ist dabei völlig anders zu handhaben, als die ersten beiden.



    Mit der Sichel oder der Handsense ernten:
    Man hocke sich in das Feld und umfasse mit der freien Hand ein Büschel Getreide, mehrere Dutzend Halme auf einmal. Man fasse direkt unterhalb der Ähren und ziehe die Halme stramm. Nun setze man die Klinge der Sichel oder Handsense an eben jenen an, das möglichst direkt über der Erde. So man die Sichel verwendet, durchtrenne man die Halme mit einer schnellen und schwungvollen Bewegung aus dem Handgelnek. So die Wahl auf die Handsense gefallen ist, findet die Bewegung ihren Ursprung im Gelenk des Ellenbogens.

    Mit der großen Sense ernten:
    Man fasse den Schaft der Sense mit beiden Händen. Die Führhand - beim Rechtshänder die rechte Hand - platziere man etwa mittig des Schaftes, die andere etwa am obersten Ende. Man halte die Sense so, dass die Daumen zueinander zeigen. Nun stelle man die Beine etwa schulterbreit auseinander und beuge die Knie etwas. Jetzt beuge man den Oberkörper nach vorn, dabei möge man darauf achten, den Rücken stets gerade zu halten. Man schwinge die Sense von einer Seite zur anderen - Die Bewegung sollte sollte dabei vorwiegend aus dem Rumpf kommen. Man schwinge die Sense stets gleichmässig und bewege sich mit jedem Hieb um einen Schritt nach vorn. So zieht man seinen Bahnen vom einen Ende des Feldes bis zum anderen.






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    Nachdem das Getreide nieder gemäht wurde, muss es zu Bündeln geschnürt werden. Diese werden auch Getreidegarben oder Korngarben genannt. Zu diesen Zwecke häufe man mehrere Hände voll niedergemähten Getreides übereinander und umwickle sie mit einem einzelnen, langen Halm. Diesen befestigte man mit einer lockeren Schleife.



    Am Ende eines jeden Erntetages trage man die Garben zusammen, vorzugsweise am Rand des Feldes. Man stelle jeweils rund ein Dutzend von ihnen aneinander gelehnt auf und schnüre sie mithilfe eines Stücks Kordel oder vergleichbarer dicker Schnur zusammen. Die so entstandenen Gebilde werden Getreidepuppen oder Kornpuppen genannt. Man lasse sie, auch bei Wind und Wetter, mehrere Tage oder sogar Wochen draußen stehen. Erst wenn die Pflanzen völlig vertrocknet scheinen, sollten sie in die Scheune eingelagert werden. Sollte es jedoch Eisregen geben, sollte man sich in jedem Fall sputen die Puppen in die Scheune zu schaffen. Dicke Hagelkörner können binnen kürzester Zeit eine ganze Ernte zur Nichte machen.



    Das Wappen der Stadt Schwemsal zeigt eine Getreidegarbe

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    Kapitel 2.2: How-To "Korndrusch und Mahlgang"


    Wenn Getreide in grossen Mengen geerntet wurde und es bereits getrocknet ist, muss es weiterverarbeitet werden. Zunächst zu Korn, danach zu Mehl. Dies geschieht bei den Vergängen des Dreschens, des Worfelns und des Mahlens. Im Folgenden wird Alles ausfürhrlich beschrieben.



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    Das Dreschen des Korns geschieht mithilfe eines Dreschflegels auf einer flachen und möglichst harten Oberfläche. Ein Möglicher Ort dafür ist der Boden der Scheune, sofern diese ausreichend Platz bietet. Alternativ eignet sich auch ein Platz, der mit festgetretenem Lehmboden bedeckt oder mit Steinen gepflastert ist.


    Zu allererst werden nun die Getreidepuppen auf besagtem Ort angehäuft. Nun nehme man den Dreschflegel zur Hand und beginne damit auf das Korn einzudreschen. Man hole weit aus und lasse die Dreschkeule auf das Getreide nieder donnern. Dies wiederhole man solang, bis sich die Ähren von den Stengeln und die Körner aus den Ähren getrennt haben. Anschließend kann man mit einer Forke das Langstroh von den restlichen Bestandteilen trennen.




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    Nachdem das Langstroh von den restlichen Bestandteilen - den Körnern, der Spreu und dem Kurzstroh - getrennt wurde, kann mit dem Windsichten begonnen werden. Als Windsichten wird der Vorgang bezeichnet, bei dem mithilfe einer Worfel das Korn von der Spreu und dem Kurzstroh getrennt wird. Bei der Worfel, oder auch Getreideschwinge, handelt es sich um einen flachen Flechtkorb, zumeist aus Stroh oder dünnen Zweigen gefertigt.


    Das Windsichten, auch als "Worfeln" bezeichnet, funktioniert nun wie folgt:
    Man befülle die Worfel mit dem Gemisch aus Korn, Spreu und Kurzstrau. Man fasse sie mit beiden Händen und halte sie etwa auf Bauchnabelhöhe. Nun schwinge man sie auf und ab, sodass der Inhalt in die Luft fliegt. Die Spreu wie das Kurzstroh werden jetzt vom Wind davon getragen, das Korn hingegen fällt zurück in die Worfel - So zumindest ist es angedacht. Man achte dabei auf die Windstärke. Sollte der Wind nicht kräftig genug wehen, werden alle Bestandteile miteinander zurück in die Worfel fallen. Sollte er hingegen zu stark sein, wird auch das Korn mit fortgeweht.
    Nach einiger Zeit befindet sich nur noch Korn in der Worfel. Dieses fülle man nun in einen geeigneten Sack um. Jetzt kann es in der Windmühle gemahlen werden.

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    Wenn das Getreide ausgedroschen, von der Spreu und dem Stroh getrennt und in Säcke abgefüllt ist, wird es Zeit für das Mahlen des Korns. Zu diesem Zweck ist eine Windmühle zu nutzen, anbei eine beschriftete Zeichnung, Das Mahlen selbst funktioniert wie folgt:



    Man entleere die Kornsäcke in den Korneinwurf und warte darauf, dass das die Körner von den Mühlsteinen zermahlen werden. Nach kurzer Zeit wird Mehl aus dem weiter unten liegenden Mehlauswurf strömen. Dieses fülle man in Säcke ab und. Diese Arbeit sollte am besten zu mehreren verrichtet werden, Aufgabenteilung ist hier sehr gut möglich.
    Dass diese Arbeit nicht bei nassem Wetter verrichtet werden sollte, ist offensichtlich. Bei nässe klumpt das Mehl und lässt sich nur noch schwerlich verbacken, geschweige denn verkaufen.

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    Umtauschraten Getreide > Korn > Mehl



    Die Tatsache, dass man scriptseitig das Getreide direkt zu Mehl verarbeitet und der Arbeitsschritt des Dreschens und Windsichtens weg fällt, lässt die Frage aufkommen, wie viel Korn denn nun beim Dreschen entsteht und wie viel Mehl sich auf diesem mahlen lässt. Siehe dazu folgende Rechnung:


    Getreidegarbe Körner Mehlsack
    1 10
    10 5


    Kapitel 2.3: How-To "Rüben- und Zwiebelernte"


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    Das Rübenziehen:
    Man gehe in die Hocke und fasse den Teil der Rübe, der nach oben hin aus der Erde schaut, mit beiden Händen. Nun ziehe man kräftigst und nehme die Kraft dazu weniger aus den Armen, als viel mehr aus Beinen und Rücken. Unbedingt zu vermeiden ist es, nicht die Rübe selbst, sondern den Strunk, zu fassen. So man es dennoch auf diesem Wege versucht, löst sich der Strunk von der Frucht und eben jene wird binnen weniger Tage ungenießbar sein.
    Bei der Ernte achte man stets darauf den Rücken gerade und den Nacken steif zu halten, um Verkrüppelung vorzubeugen.
    So die Tagesernte abgeschlossen ist, verfrachte man die Früchte auf einen Karren, oder ein ähnlich geeignetes Transportmittel, und bringe es in die Scheune oder einen anderen, vor Wind und Wetter geschützten, Ort. Denn wenn die Früchte ständiger Kälte und Nässe ausgesetzt sind, werden sie schnell gammeln.
    Sollte es soweit sein und der Verkauf der Ernte steht an, entferne man das Grün von den Rüben - hierzu sollte ein jeder guter Bauer ein geeignetes Messer oder einen Rübenschneider mit sich führen - und fülle sie in Säcke. Diese eignen sich bestens zum sicheren Transport über längere Strecken und den Verkauf auf dem Markt.


    Die kleine Rübenkunde:
    Rüben sind ein sehr resistentes und pflegeleichtes Gemüse. Die Saat keimt bei Temperaturen die für andere Feldfrüchte schon den Tod bedeuten. Ist die Rübe ausgewachsen, übersteht sie selbst Frost auf dem Feld. Ihre fleischige Knolle besteht hauptsächlich aus Wasser und schmeckt eher süßlich. Rüben können beim Kochen den Geschmack fast jedes anderen Gemüses annehmen, was sie zu einer kostengünstigen Nahrungsergänzung macht.
    Im Gegensatz zu den Umgebungstemperaturen, kommt der Qualität des Bodens eine große Bedeutung zu. Die Rübe nimmt während ihres Wachstums große Menge an Wasser in ihre Frucht auf. Von aussaht bis zur Ernte ist daher stets auf einen gut bewässerten Acker zu achten. Bleibt ein regelmäßiger Regen aus, ist es unvermeidlich selbst für genug Wasser zu sorgen. Vor der Aussaht muss der Boden des Feldes gut aufgelockert werden. Dabei wird die von der Sonne getrocknete Erde aufgebrochen und mit tiefer liegendem feuchtem Nährboden gemischt. Saatkörner, die beim keimen nicht genug Feuchtigkeit aus dem Boden ziehen können, verdörren. Haben sie noch keine Wurzeln angesetzt ist es allerdings auch schädlich mit plumper Bewässerung für genug Wasser zu sorgen. Das Saatgut würde einfach weggespült. Langfristig ist ein effektiver Anbau der Rüben ohne konsequente Fruchtfolge nicht möglich. Nutzt man regelmäßig denselben Acker, so gehen Qualität und Quantität der Ernte schnell deutlich zurück. Dieser Effekt lässt sich durch Düngen mit stickstoffhaltigen Stoffen, also Gülle, oder Phosphaten abschwächen, aber nicht aushebeln. Ein Pflügen des Ackers sorgt kurzzeitig für eine Steigerung des Erteertrags, verlängert aber auch den Zeitraum währenddessen keine Rüben auf dem Feld angebaut werden können.
    Wie bereits erwähnt, keimen Rüben aus Samen. Diese werden in der Blüte der Pflanze gebildet. Im letzten Entwicklungsstadium der Blüte, verhärtet diese und fällt mitsamt der Samenkörner ab. Für die Saatgutgewinnung ist es also nötig die Rüben vollständig auswachsen zu lassen. Sobald die Blüte anfängt sich zu schließen ist es Zeit sie von der Pflanze zu trenne. Durch auswaschen lassen sich die Körner leicht herausfiltern. Das schwere Blütenfleisch fällt nach unten, während die Samen an der Wasseroberfläche schwimmen. Es ist danach dringend notwendig das Saatgut zu trocken, da es ansonsten keimt und nicht mehr gelagert werden kann.
    Die Blüte kostet die Rübe sehr viel Energie, was die Größe der Knolle stark reduziert. Gemüse, welches zur Gewinnung von Saatgut benutzt wurde, eignet sich daher nur bedingt für die Weiterverarbeitung.
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    Die Zwiebelernte:
    Man knie sich in das Feld und fasse das herausragende Grün, oder auch den Strunk, der Zwiebel. Man benutze dazu lediglich eine Hand. Nun ziehe man die Zwiebel aus dem Boden, senkrecht nach oben, heraus. Man gebe Acht nicht zu kräftig an der Pflanze zu zerren. So man es doch tut, wird das Grün abreißen und die Frucht muss mühevoll von Hand ausgegraben werden.
    Nachdem die Ernte abgeschlossen ist, verfahre man wie bei den Rüben.
    Man verfrachte die Früchte in einen trockenen Lagerort, bis sich auf den Markt gebracht und verkauft werden.


    Die kleine Zwiebelkunde:
    Der Laie sollte gleich zu Anfang wissen, dass es sich bei der Zwiebel um ein äußerst vielseitiges Gemüse handelt. Sie dient nicht nur zur einfachen Speise und als Gewürz, nein. Unter der ländlichen Bevölkerung werden ihr auch heilende Kräfte nachgesagt. Der Verzehr der rohen Zwiebel erquickt Körper und Geist, sagt man. Auch benutzt so mancher Kräuterkundler den Saft der Zwiebel zur Behandlung von Furunkeln, eiternden Wunden und Blutergüssen.
    Zu unterscheiden ist zwischen der kleineren, rotfleischigen und der größeren, weißfleischigen Zwiebel. Beide Arten werden auf die gleiche Art und Weise kultiviert. Die Erstgenannte Art unterscheidet sich durch ein weitaus intensiveres Aroma von der letzteren. So ist sich in der Lage ihren Geruch, gar ihren Geschmack, auf andere Nahrungsmittel zu übertragen, wenn diese nur in der Nähe gelagert werden.
    Die Zwiebel bildet während der Blütephase mehrere kleine Nebenzwiebeln, welche vom Bauern nach der eigentlichen Ernte ausgegraben werden sollten. Diese Nebenzwiebeln können in der nächsten Saison dann als Stecklinge eingepflanzt werden.
    Zwiebeln können sowohl als Sommer- als auch als Wintergemüse angebaut werden.





    eine weißfleischige Speisezwiebel


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    Kapitel 2.4: How-To "Das Schaf"




    Kapitel 3: Motivation

    Ansprechpartner für Balancing und 3D & 2D Arbeiten

    Dieser Beitrag wurde bereits 5 Mal editiert, zuletzt von Louis ()

  • Update: 25.08.2016


    Guide um ein How-To für das Rübenziehen, sowie einen kleinen Text über die Rübe selbst erweitert. Letzterer stammt von Ingram und ist noch nicht Final - Hier noch einmal ein Dankeschön an dich.

  • Update: 27.08.2016


    Guide um ein How-To für die Zwiebelernte und einen Text über die Zwiebel selbst ergänzt.

  • Ein sehr schöner "Fred" zur Feldarbeit.
    Sehr schöner Guide.
    Ich frage mich was unter den anderen aufgeführten Unterpunkten kommt.
    Ich könnte unter Umständen etwas über Schafe schreiben, falls gewünscht

    " Mögest Du immer Rückenwind haben und stets Sonnenschein im Gesicht und mögen die Schicksalsstürme Dich hinauftragen, auf dass Du mit den Sternen tanzt "




  • Wenn du was schreiben willst, gerne. Das baue ich dann so, oder in abgeänderter Form, mit ein. Habe im Moment leider nicht die Zeit und Motivation mich da ran zu setzen.